Streiks in der Metall-Tarifrunde

Kommunistinnen und Kommunisten solidarisch
Von WSK
|    Ausgabe vom 26. Januar 2018
Mülheim (Foto: Thomas Range)
Mülheim (Foto: Thomas Range)

Wie auch in anderen Bundesländern hat die DKP Saarland sich mit den warnstreikenden Metallarbeitern solidarisiert In einem Flugblatt zur aktuellen Tarifauseinandersetzung heißt es u. a.:
„Erneut gebärden sich die Bosse als Eigentümer der Ware Arbeitskraft, dabei haben sie diese nur zeitweise gekauft. Am liebsten möchten sie schrankenlos über die Arbeitszeit verfügen. Auch nur ein teilweiser Lohnausgleich ist ihnen zuwider. Arbeitszeitfragen sind im Kapitalismus Machtfragen. Das wissen die Metaller noch aus den Kämpfen um die 35-Stunden-Woche. Nur mit Kampf und Solidarität kann in dieser Frage etwas erreicht werden.
Wir Kommunistinnen und Kommunisten sind davon überzeugt, dass Kämpfe um Lohn, Arbeitszeit und soziale Rechte nicht nur die betroffenen Beschäftigten angehen, sondern auch gesellschaftspolitisch von Bedeutung sind. Noch mehr Profite, noch mehr Umverteilung zugunsten der Reichen, noch mehr Flexibilisierung in der Arbeitswelt, Ausgrenzung von noch mehr Menschen von Arbeit und Brot durch Rationalisierung/Digitalisierung, ein „Weiter so“ in dieser Gesellschaft darf es nicht geben! Auch deshalb ist ein Erfolg der Metallarbeiter für alle wichtig.“
Die DKP Saarland zeigt auf, wo das Geld zu holen ist:

  • Die 30 Dax-Konzerne steigerten ihre Profite im letzten Jahr auf 90 Milliarden Euro.
  • Die Aktionäre dieser Konzerne erhalten 35,5 Milliarden Euro für 2017 ausgeschüttet, 11 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Die beiden Quandt-Erben (47 Prozent Anteil an der BMW-Group) erhalten im Geschäftsjahr 2016 1,05 Milliarden an Dividenden, um ihren „Lebensunterhalt“ zu bestreiten.
  • Der Porsche-Piëch-Familienclan (52,2 Prozent von VW) musste sich mit rund 155 Millionen zufrieden geben, nachdem er zuvor trotz Dieselgate die Dividendenausschüttung um das fünffache erhöht hat, wie im Selbstbedienungsladen.
  • Die Bezüge der Konzernvorstände sind zum schwindlig werden: Daimler-Boss Zetsche staubt 14,4 Millionen im Jahr 2014 ab. Im Durchschnitt kassiert ein Dax-Vorstand 57 mal so viel wie ein durchschnittlicher Tarifangestellter.
  • Die Chefkontrolleure in den Aufsichtsräten haben ihre Vergütungen im letzten Jahrzehnt fast verdoppelt – für drei- bis viermalige Sitzungen im Jahr erhalten viele von ihnen zwischen 500 000 bis 800 000 Euro im Jahr.
  • Der Nettogewinn der großen Konzerne 2017 wird auf 74 Milliarden Euro taxiert, das bedeutet einen Gewinnsprung gegenüber dem Vorjahr von fast 50 Prozent.

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Leserbrief zu »Streiks in der Metall-Tarifrunde«, UZ vom 26. Januar 2018





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